Diese medienpädagogische Projektwoche befaßt sich mit Angst und Medien. Sie enthält an
vier Tagen je eine Geschichte für die Kinder, in der die Zuschauer die Rollen der Angsterreger
übernehmen und damit ansatzweise ihre eigenen Ängste abbauen können, in der die Kinder
viele technische Dinge wie Tonbandaufnahmen, Schattenspiel, Stroboskop, Videoaufnahmen
selbst ausprobieren können. Sie erfahren wie Angst sich ausdrückt, wie man sie anderen
mitteilen kann und wie man sich und anderen helfen kann. Zur Woche gehören auch zwei
Elterngespräche und eine Fortbildung für die Pädagogen. Nach der wissenschaftlichen
Auswertung dieses Modellprojekts erschien von H.-D. Kübler, Stefan Kuntz und Christoph
Melchers das Buch »Angst wegspielen - Mitspieltheater in der Medienerziehung
Das Wichtigste in Kürze:
Mitspieltheaterwoche für eine Kindergruppe
Thema: Angst und Medien
Zuschauerzahl: eine Kindergruppe / Klasse
Alter: 4 bis 10 Jahre
Spielfläche: Raum 5 x 7 x 3.20 m
Dauer: 4 Tage, jeweils ca. 55 Min.
Premiere: 3.10.83
Publikum:
eine Gruppe / Klasse mit mindestens 10 und höchstens 30 Kindern zwischen vier und zehn
Jahren.
Erzieher / Lehrer
mit allen beteiligten Pädagogen (auch Praktikanten) ein Vorgespräch möglichst zwei Wochen
vorher, ca. 90 Min.. Bei diesem Gespräch wird die Kenntnis der Kapitel 8.2, 8.5 bis 8.7
vorausgesetzt. Nach jedem Teil möglichst ein kurzer Meinungsaustausch ohne Kinder
Eltern
werden zum vierten Teil eingeladen. Dann anschließend Diskussion. Sie erhalten die "Tips für
Eltern". Wenn gewünscht, ein vorbereitender Elternabend.
Fremde Erwachsene
(Pädagogen aus anderen Einrichtungen) können nach Absprache und in beschränkter Zahl
gerne zuschauen bei Teil 2, 3 und 4.
Raum:
ein großer leerer Raum (mind. 5 x 7 m), z.B. Gymnastikraum, Klassenzimmer; Höhe möglichst mehr als 320 cm.
Der Raum kann in der übrigen Zeit, auch am Pausentag, im allgemeinen nicht, und nach Absprache nur eingeschränkt genutzt werden.
Der Raum muß mit den mitgebrachten Tüchern leicht zu verdunkeln sein.
Störungen von außen und nach außen sollten vermieden werden.
Technik:
Stromanschluß 220 V/15 Amp.- Lichtanlage wird mitgebracht.
Es muß gestattet sein, in Wände bzw. Decke drei kleine Löcher zur Befestigung der Schattenspielwand zu bohren.
Auf- und Abbau:
Aufbau 180 Minuten. Abbau 120 Minuten. Treppen erfordern eine Hilfskraft.
Sitzgelegenheiten:
Matten oder Teppiche als Sitzgelegenheit für die Kinder, Bänke o.ä. für die Erwachsenen. Es
müssen zur Verfügung gestellt werden: in Teil 4 1 Bett (oder drei niedrige Hocker) und 3
Stühle in Teil 2, 3 niedrige Tische in Teil 3 und 4.
Dauer:
viermal ca. 1 Stunde an vier Tagen innerhalb einer Woche; in Kindergärten z.B. Mo., Di., Do., Fr. 10 Uhr; in Horten und Grundschulen auch nachmittags. Der letzte Termin sollte so gelegt werden, daß möglichst viele Eltern kommen können. Doppelvorstellungen vor und nachmittags nur in demselben Raum.
Pausentag möglich, aber nicht Bedingung.
Fotos:
leise, unauffällige Fotos gerne. Blitzlichtfotos nur nach Absprache.
Werbung:
3 Plakate A2 (Fotokopien) für Aufkleber geeignet, Presseinformation, Pressenotiz gratis zusätzliches Werbematerial auf Bestellung, gegen Berechnung:
Plakat A2 Fotokopie 3.- DM
Fotos 5.- DM
Begleitmaterial (Buch) 17.- DM
Die Medien mit dem Presseinfo zu Teil 2, 3 oder 4 einladen.
Weitere Informationen auch in dem Buch Kübler/Kuntz/Melchers: Angst wegspielen -
Mitspieltheater in der Medienerziehung, Leske-Verlag, Leverkusen 1987, 19.80 DM und auf
einer Videodokumentation, 86. Min., VHS, die beim Theaterdilldopp entliehen werden kann
(5. - DM). Sowie mit einer Mappe "Dokumentation" (Pressestimmen, Gutachten), ca. 90 S.,
12.-- DM.
Unterkunft / Catering:
1 EZ vorzugsweise privat (sofern im Vertrag vereinbart), kleine Erfrischung angenehm
GEMA:
Die GEMA-Liste wird auf Wunsch zugesandt.
Öko-Tarif: kein Öko-Tarif möglich
Mitspieltheaterprojekt für eine Kindergruppe
Thema: Angsterlebnisse von Kindern (Buhmann, Dunkelheit, Schatten, Geräusche, Alpträume,
Gewitter, Alleinsein, Kontrolle), Fernseh- und Videofilm-Seherlebnisse von Kindern
Ziel: Hilfestellung für die Kinder bei der Verarbeitung eigener Angsterlebnisse
Anleitung zu Erfahrungen im Umgang mit audiovisuellen Medien
Aufklärung über Videohorror und Angstverarbeitung für Pädagogen und Eltern
Anregungen für die weitere Arbeit im Bereich Medien- und Gefühlserziehung, Jugendschutz
Umsetzung: Mitspieltheater, Medienerziehungsprojekt
Roter Faden: Fritz hat Angst, macht sich mit Hilfe seines Teddys Mut, vertreibt seine Angst
mit Hilfe der zuschauenden Kinder
Zuschauerbeteiligung: Kinder übernehmen Rollen von Angsterregern (Buhmann,
Riesenschatten, Gewitter) Kinder helfen Angst vertreiben (auslachen); Kinder benutzen audiovisuelle Medien aktiv und kreativ (Tonband, Donnerblech, Videokamera); Kinder nehmen
selbst Gruselgeräusche und einen Videofilm auf.
Autor, Regisseur, Spieler: Stefan Kuntz
Premiere: 3.10.83 in Köln-Bocklemünd
Alter: vier bis zehn Jahre
Dauer: viermal ca. 55 Min. innerhalb einer Wache, dazu noch Nachbereitung durch einen
Pädagogen
Aufklärung/Fortbildung der Pädagogen in Gesprächen, Kursen, Seminaren
Elternarbeit: Elternabend, Teilnahme am letzten Tag, Kurs
Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 11. Juni 1997